Sexuellem Kindesmissbrauch vorbeugen


 

       

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Kinderleichte Vorbeugung

Die Fabelfigur "Inspektor Lux" steht im Mittelpunkt von Erzählungen in einer Broschüre, die Volksschülern Themen wie die Gefahr von sexuellem Kindesmissbrauch oder Gewalt spielend und mit Spaß vermitteln sollen.

Volksschulkinder der vierten Klassen vieler Wiener Volksschulen erhalten zu Schulbeginn im Herbst eine Broschüre mit Vorbeugungstipps, verpackt in abenteuerliche Geschichten mit der Fabelfigur "Inspektor Lux".
Das 130 Seiten starke Heft "Ein Schuljahr mit Inspektor Lux" ist Teil einer Broschürenreihe, die von der Vereinigung österreichischer Kriminalisten herausgegeben wird. Es enthält einen Kalender für das Schuljahr. Die Erzählungen sind als Lesebuch-Ergänzung für Volksschulen gedacht. Auch Eltern können sie mit den Kindern durchlesen.
Das Buch beschäftigt sich unter anderem mit den Themen: sexueller Kindesmissbrauch, Gewalt, Suchtprävention, Diebstahlsvorsorge und Haustürbetrug. Für Spannung ist gesorgt, wenn Inspektor Lux sich Tricks einfallen lässt, um Gaunern und Verbrechern das Handwerk zu legen. Die Kinder von Sonntagstadt helfen eifrig mit.

Ein Außerirdischer

Inspektor Lux ist ein außerirdischer Luchs, der auf der Erde landet und den Abflug seiner Raumschiff-Kollegen verpasst. Auf der Erde findet er bald Freunde – die Schüler der Volksschule in Sonntagstadt. Weil er verhindert, dass ein Mädchen von einem Autobus überfahren wird, ernennt ihn der Gendarm Großwühler zum Ehreninspektor und von jetzt an hat "Inspektor Lux" eine Aufgabe: Die Kinder von Sonntagstadt zu beschützen.

"Die Broschüre spricht Kinder an"

Die Erzählungen um Inspektor Lux sind in kindgerechter Sprache verfasst. Eine zweite Volksschulklasse und weitere Kinder haben die Geschichten testgelesen. Begleitet haben sie drei Lehrerinnen, die herausfinden sollten, ob die Kinder den Inhalt verstehen und wie er auf sie wirkt. Das "Okay" erteilte Dr. Harald Aigner, Schulpsychologe im Bildungsministerium.
"Die Broschüre spricht Kinder der Volksschule persönlich an", sagt Aigner. "Sie ist ein positives Beispiel für Kriminalprävention von klein auf. Sie ist leicht verständlich, für Kinder nachvollziehbar und leistet wesentliche Vorarbeit für die Erziehungsarbeit der Eltern und der Schule."

Autor und Karikaturist

Verfasst und erfunden hat den Inspektor Lux Gerhard Brenner, Mitarbeiter der "Kriminalisten". Brenner hat seine Berufserfahrung in der Kriminalpolizeilichen Beratung im Bundeskriminalamt eingebracht. Er ist auch Verfasser der Broschüren "Tatort Kinderzimmer" und "Sicherheitstipps", ebenfalls herausgegeben von den "Kriminalisten".
Illustriert hat die Broschüre Michael Hendrich, Karikaturist und Polizist in Hietzing. Hendrich hat 1998 den Zeichenband "Die Polizei im Einsatz" veröffentlicht. Seit November 2005 ist sein POLIZEI-Kinderbilderbuch, das erste dieser Art in Österreich, im Handel erhältlich. Hunderte Karikaturen mit Polizeibezug hat er für Zeitschriften gezeichnet. Die Geschichten im Inspektor-Lux-Buch beginnen mit dem Schulbeginn und enden mit einer Geschichte im Freibad knapp vor den Ferien.

Verstärkt in "Interviews"

Die Präventionsbotschaften werden wiederholt: In "Interviews" der Sonntagstädter Reporterin Betty Gras sagt Inspektor Lux, worauf es ihm in den Geschichten ankommt.