Mauer des Schweigens


 

       

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Unter Asche

Kriminalroman: Die Leiche eines 14-Jährigen im Schutt

Der neue Krimi von Frank Goldammer mit Kriminaloberkommissar Max Heller spielt im Kalten Krieg, in Deutschland 1948. Es ist Sommer, einer der heißesten der Geschichte. Der Zweite Weltkrieg seit drei Jahren vorbei. Vor Kurzem hat es eine Währungsreform gegeben, die unter anderem dazu geführt hat, dass Stalin die Verbindung zwischen Westdeutschland und West-Berlin gekappt hat.

Frank Goldamers Roman spielt in Dresden, in der DDR. Die Stadt ist von Bomben zerstört. Die Familie Hellers ist zerrissen, wie viele andere auch. Seine Frau ist als „Trümmerfrau“ eingesetzt und räumt Schutt und Schotter von den Grundstücken der zerbombten Häuser. Max Heller macht sich Sorgen um die Zukunft seiner Pflegetochter Anni. Er fragt sich, ob er und seine Frau ihren Sohn Erwin jemals wiedersehen werden, der in den Westen gegangen ist. Überall in der Stadt sind Baustellen. Eines Tages wird die Leiche eines 14-Jährigen unter dem Schutt gefunden. Heller stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Mauer des Schweigens. Selbst die Eltern des Opfers scheint der Tod ihres Buben nicht sonderlich zu berühren. Für Max Heller geraten die Untersuchungen des Kriminalfalls zu einem Alptraum.

Frank Goldammer: „Vergessene Seelen“, Deutscher Taschenbuch Verlag Premium, München, 2018, www.dtv.de



diekriminalisten.at, August 2018