Cannabis – auf lange Sicht gehirnzersetzend


 

       

Bücher

Äpfel mit Birnen

Cannabis: harmlos, weich und stark unterschätzt.

Das „Gras“, aus dem Jimmy Hendrix & Co ihre Joints drehten, ist nach Dr. Kurosch Yazdi nicht mehr mit dem Cannabis von heute zu vergleichen. Es sei, als ob man Bier mit Schnaps vergleiche.

Laut dem Linzer Psychiater Kurosch Yazdi wies das Cannabis der „Flower-Power-Zeit“ einen Wirkstoffgehalt (THC) von unter drei Prozent auf. Heute sei ein THC-Gehalt vom Zehnfachen herstellbar. Der Markt werde künstlich angeregt. Die Zeitschrift High Times etwa veranstaltete 2016 einen Wettbewerb für Cannabis-Züchter. Der Sieger Next Harvest brachte es auf über 32 Prozent THC.

Cannabis ist laut Yazdi keineswegs eine „weiche“ Droge. Bei Menschen mit entsprechender Erbanlage kann es Schizophrenie auslösen und auf lange Sicht wirkt es bei jedem gehirnzersetzend – wie Alkohol. Die Diskussion, ob Alkohol „härter“ sei als Cannabis, hält Yazdi für überflüssig. Es sei, als fragte man: Wollen Sie zum Krebs auch noch Multiple Sklerose?

Cannabis ist in vielen Ländern erlaubt. Der Zug ist laut Yazdi noch nicht abgefahren: Er verlangt eine Umkehr des Denkens, wie es beim Zigarettenkonsum stattgefunden hat.

Kurosch Yazdi: „Die Cannabis-Lüge“, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2017, www.schwarzkopf-schwarzkopf.de


diekriminalisten.at, Juni 2017