„Brot für die Welt“ unterstützt


 

       

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Ware Frau

71 Prozent der „Ware Mensch“ sind Frauen.

Die junge Kambodschanerin Sarorn ging durch die Hölle: „Ich war 14, als eine Frau mittleren Alters an die Tür unserer Hütte in der abgelegenen Provinz klopfte“, erzählt Sarorn. „Sie versprach einen gut bezahlten Job in der Hauptstadt Phnom Penh. Wir lebten in bitterer Armut. In gutem Glauben nahmen wir das Angebot mit Freude an.“ Gleich nach der Ankunft in der Hauptstadt platzten Sarorns Träume: Sie wurde an ein Bordell verkauft, wie eine Sklavin behandelt und zur Prostitution gezwungen. Ihre Fluchtversuche scheiterten. Sarorn wurde befreit und von „Brot für die Welt“ unterstützt. Sarorn kann mittlerweile ihr eigenes Einkommen erwirtschaften und sie hat sich ein neues Leben aufgebaut.

#71 Prozent Frauen.# Aus einer Analyse der UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) aus 2016 geht hervor, dass 71 Prozent der Menschenhandelsopfer Frauen sind. Meist werden sie zur sexuellen Ausbeutung gehandelt. Sie werden sklavenähnlich zur Prostitution gezwungen. „Für die betroffenen Frauen ist es sehr schwierig, aus den Fängen der Menschen-händler zu entkommen“, sagt Aleksandra Kolodziejczyk, Projektreferentin von „Brot für die Welt“. Kann sich eine Frau befreien, werde sie häufig von der Gesellschaft stigmatisiert.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation „AFESIP Fair Fashion“ unterstützt „Brot für die Welt“ Frauen, die Opfer von Menschenhändlern geworden sind. Sie helfen ihnen, ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Psychologische Betreuung, eine Ausbildung als Näherin und ein geregeltes Einkommen in der Nähwerkstatt gaben auch Sarorn neuen Lebensmut.

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diekriminalisten.at, April 2017