Hinweis auf „Disputed-News“


 

       

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Fakten-Check

Facebook brandmarkt
„Fake-News“.

Das Android-Handy von Donald Trump sei Quelle verschiedener „Leaks“ des Weißen Hauses, lautete eine „Breaking-News“-Meldung in diversen sozialen Medien. Jetzt erhielt die Falschnachricht auf Facebook den Hinweis „Disputed News“, also „Umstrittene Nachricht“.

Erst vor Kurzem hat Facebook die Möglichkeit eingeführt, Falsch-Nachrichten („Fake-News“) als solche zu entlarven. Wer eine solche entdeckt, kann sie dem Unternehmen melden. Dieses beauftragt dann „Fakten-Checker“, die die vermuteten Falschmeldungen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Kommen zwei „Fakten-Checker“ unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um „Fake-News“ handele, erhält die Nachricht den „Disputed-News“-Hinweis.

#„Fake-News“ gehen um die Welt. #Das Online-Magazin „Recode“ kritisiert, der Fakten-Check könne mehrere Tage dauern. Auf Facebook & Co verbreiten sich Nachrichten jedoch im Stunden- und Minuten-Takt. Bis eine Nachricht als Falschmeldung verifiziert und markiert wird, ist sie längst um die Welt gegangen. Selbst wenn „Fake­News“ entlarvt werden, tauchen sie immer wieder auf im Netz. Sie sind praktisch nicht aus der Welt zu schaffen.

Im Fall der Meldung über Donald Trumps Handy dauerte der Check mehrere Tage. Zudem sei der Hinweis „disputed“ zu wenig. Facebook verleiht das Siegel erst, wenn zwei Fakten-Checker zu demselben Ergebnis kommen. Dann nur von „umstritten“ zu sprechen, ist herzlich wenig. Online-Medien, wie PunditFact sprechen eine klarere Sprache: „The Story is Fake“.



diekriminalisten.at, April 2017