Wien ist sicher und lebenswert – dank guter Polizeiarbeit


 

       

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133er-Award

Wiener Polizistinnen und Polizisten wurden für hervorragende Leistungen geehrt.

Astrid Stummvoll vom Landeskriminalamt (LKA) Wien führte mit Kollegen Strukturermittlungen gegen Einbrecher aus Rumänien und Moldawien. Zwischen September 2015 und Dezember 2016 kam es zu 37 Festnahmen und 170 Anzeigen wegen unterschiedlicher Delikte, unter anderem wegen Raubes. Der Schaden: 1,7 Millionen Euro. Astrid Stummvoll wurde der 133er-Award für „besondere kriminalpolizeiliche Leistungen“ zuerkannt. „Ich nehme diesen Preis stellvertretend für meine Kolleginnen und Kollegen entgegen“, sagte sie. Stummvoll ist stellvertretende Gruppenführerin im Ermittlungsbereich 06 im LKA.

„Mehr als 7.000 Polizistinnen und Polizisten leisten täglich rund um die Uhr hervorragende Arbeit“, sagte Landespolizeipräsident Dr. Gerhard Pürstl bei der neunten Verleihung der 133er-Awards am Abend des 13. März 2017 im Wiener Rathaus. „Dafür möchten wir heute Danke sagen – stellvertretend für die Leistungen aller Kolleginnen und Kollegen.“

„Wien ist nach wie vor eine der sichersten und lebenswertesten Städte der Welt“, sagte Prof. Harry Kopietz, Präsident des Wiener Landtages. „Einen erheblichen Beitrag für die Lebensqualität in Wien leisten die Wiener Polizistinnen und Polizisten.“ Eine Jury aus Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern von Polizei und Politik ermittelte in sechs Kategorien die Gewinner. „Durch die Verleihung des 133er-Awards soll den Polizistinnen und Polizisten Wertschätzung und Dank für ihr Engagement und den hohen Standard an Sicherheit in Wien ausgesprochen werden“, sagte Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka.

Beim „Polizisten des Jahres“ hatten die Wienerinnen und Wiener das letzte Wort: In einer Online-Befragung der Kronenzeitung wählten sie Revierinspektor Frank Geisendorfer von der Polizeiinspektion Hauptbahnhof zum „Polizisten des Jahres“. In der Kategorie „besondere Verdienste in der Prävention, Menschenrechten und Opferschutz“ wurde Revierinspektorin Manuela Müllner vom Assistenzbereich Kriminalprävention auf die Bühne geholt. Sie hat sich auf die Befragung von Kindern spezialisiert. Meist sind es Kinder, die sexuell missbraucht oder Opfer von Gewalttaten geworden sind. Müllner entwickelte das Fachgebiet „schonende Befragung“ weiter, das ursprünglich nur für die Befragung sexuell missbrauchter Kinder eingerichtet wurde. Die Kinder werden in kinderfreundlichen Räumen befragt. Die Gerichtsverhandlungen finden meist Wochen oder Monate später statt – wenn sich die Kinder längst weiterentwickelt haben, sowohl körperlich als auch geistig. Die Befragungen bei der Polizei wegen sexuellen Missbrauchs werden auf Video aufgezeichnet, so dass sich Richter und Geschworene ein Bild von dem Kind machen können, wie es zeitnah zum kriminellen Geschehen entwickelt war.

In der Kategorie „polizeiliches Lebenswerk“ gewann Chefinspektor Richard Weinhofer vom Stadtpolizeikommando Donaustadt die Gunst der Jury. In der Kategorie  „besondere Verdienste in der Verkehrssicherheit“ wurde Bezirksinspektor Andreas Groiss (Stadtpolizeikommando Meidling) vor den Vorhang geholt; „Newcomer des Jahres“ wurde Inspektor Robert Nickel vom Stadtpolizeikommando Favoriten.

Erstmals wurde heuer die „Goldene Handschelle“ vergeben. Polizistinnen und Polizisten hatten die Möglichkeit, online ihren TV-Lieblings-Kommissar zu wählen. 2.000 Polizisten gaben ihre Stimme ab. Gewählt wurde der Schauspieler Wolfgang Böck für seine Rolle als „Trautmann“ in den gleichnamigen Krimis. Er führte seine Wahl unter anderem darauf zurück, dass die „Trautmann-Krimis“ authentischer waren als andere Kriminalfilme. „Das haben wir in erster Linie dem Drehbuchautor Ernst Hinterberger zu verdanken“, sagte Böck. Der 2012 verstorbene Hinterberger habe immer besonderen Wert darauf gelegt, dass die Polizeiarbeit in seinen Krimis möglichst wirklichkeitsnah war.

Ernst Hinterberger war „Ehrenmitglied“ der Vereinigung österreichischer Kriminalisten. Auch seine Witwe, Carla Hinterberger, ist „Ehrenmitglied“ der Vereinigung, und der Schauspieler Wolfgang Böck ist es auch.



diekriminalisten.at, April 2017