Sicherheit für Fenster

Die wenigsten Einbrecher schlagen das Fensterglas ein, um durch das entstandene Loch einzusteigen. Sie versuchen, das Fenster auf der Rahmenseite auszuhebeln oder durch die freigemachte Öffnung durchzugreifen und das Fenster mit dem Riegel zu öffnen.

Im Erdgeschoß gelegene Fenster, die von außen leicht erreichbar sind, sollten gut gesichert werden. Weniger Schutz bedarf es für Fenster, die in höheren Stockwerken gelegen sind, denn die wenigsten Einbrecher betätigen sich als Fassadenkletterer. Fenster, an die sich ein Eindringling über einen Balkon leicht heranturnen könnte, sollten trotzdem geschützt werden.
Einbrecher versuchen, Lärm zu vermeiden. Sie hebeln die Fenster lieber an deren Rahmen aus, statt sie einzuschlagen. Gekippte Fenster sind für Einbrecher eine Einladung. Es bedarf nur geringen Aufwands, sie ganz zu öffnen.

Gitter
Kleinere Fenster können mit stabilen Gittern ohne viel Aufwand gesichert werden.
Empfehlung: Vierkant- oder Rundstahl mit einem Durchmesser von 16 bis 19 Millimetern, Abstand der Stäbe (waagrecht und senkrecht) höchstens 120 Millimeter, kreuzweise verschweißt, Stabende gespreizt und mindestens 80 Millimeter im Mauerwerk einbetoniert.

Spezialglas
Fenster und Türen können mit Glas der Klassen A (durchwurfhemmend), B (durchbruchhemmend), C (schussfest) oder D (sprengsicher) gesichert werden. Für Privathaushalte reichen durchbruchhemmende Scheiben, die Hammerschlägen widerstehen. Schutz bietet auch Mehrscheibenisolierglas: Zwischen den Scheiben verstärken Kunststoffplatten aus Polycarbonat das Fenster.

Absperrbare Fenstergriffe
Zum Nachrüsten gibt es Fenstergriffe, die abschließbar sind. Einbrecher schlagen meist nur eine "Durchreiche" in die Fensterscheibe, um durchzugreifen und das Fenster zu entriegeln.

Rollläden
Schutz bieten Rollläden aus Leichtmetall, Stahl und Holz. Der Rollladenkasten sollte an der Innenseite des Fensters montiert sein.
Rollläden lassen sich gegen Hochschieben von außen sichern: Im oberen Drittel rasten Stifte oder automatische Sperren ein.
Wichtig sind stabile und breite Führungsschienen, die fest verankert sind, damit der Rollladen nicht herausgerissen werden kann. Am besten sind geprüfte Produkte nach ER 2 oder 3.

Klappladensicherung
Klappläden müssen mit Riegeln oder Vorlegestangen so gesichert werden, dass sie von außen nicht geöffnet oder ausgehängt werden können.

Hebetürensicherungen
Balkon- und Terrassentüren sind besonders gefährdet. Sie sind durch Hebetürensicherungen oder Zusatzsicherungen, in Form von Schlössern oder Haken, zu schützen.
Hebetürensicherungen blockieren den Türgriff, Zusatzsicherungen verhindern, dass sich die Tür aus den Angeln hebeln lässt.

Glasbausteine
Die Fugen zwischen Glasbausteinen in Lichtbändern und Wänden sollten ineinander verkrallt sein, damit die Glasbausteine nicht einfach herausgebrochen werden können (nach DIN 4242).

Lichtschächte
Sie lassen sich mit engmaschigen Gitterrosten sichern, mit einer Materialstärke ab drei Millimetern. In das Gitter wird eine Stange eingehängt, die möglichst tief in den Schacht hineinreicht. Am unteren Ende wird sie an einer Halterung mit einem Schloss gesichert.

Kellerfenster
Mit Rollkernstangen versehen, sind sie am wirksamsten gesichert. Beim Durchsägen geraten Einbrecher auf eine Stange im Kern, die sich mit der Säge mitdreht und keinen Angriffspunkt bietet. Die Stangen müssen möglichst tief in die Wand eingemauert sein.