Sicherheit beruhigt

Ältere Menschen werden seltener Opfer von Straftaten als jüngere. Bei einigen Delikten ist das umgekehrt.

Einschleichdiebe und Haustürbetrüger bevorzugen Senioren als Opfer. Sie geben sich als Beamte und Handwerker aus. Sie tragen die Einkaufstasche bis vor die Haustür und erschleichen sich das Vertrauen der Pensionisten selbst durch Grabsteinputzen.

Tatopfer Senioren
Fast 40 Prozent der Opfer von Überfällen in Wohnungen sind Senioren. In 97 Prozent der Fälle halten sie sich allein im Haus auf. Es ist ratsam, das Telefon im Schlafzimmer griffbereit neben das Bett zu stellen.
Die Räuber gelangen mit denselben Tricks wie Einschleichdiebe in die Privaträume der Senioren. Sie nützen die Hörschwäche ihrer Opfer und dringen in deren Häuser ein, während die Bewohner fernsehen.
Nur jede vierte Seniorenwohnung weist eine spezielle Sicherung auf. Wobei fraglich ist, ob es sich dabei um wirksame Schutzmaßnahmen handelt oder bloß um billige Zusatzschlösser, wie sie Keiler den betagten Menschen einreden.
Nur 20 Prozent der älteren Menschen treffen Sicherheitsvorkehrungen vor Handtaschenräubern. Die Verletzungsgefahr ist bei älteren Opfern besonders groß. Oft führt ein Sturz zu komplizierten Brüchen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen gegen Räuber
• nur geringe Bargeldbeträge auf einmal abheben,
• die Handtasche im Fall eines Überfalls nicht um jeden Preis festhalten,
• einsame Gegenden meiden,
• Besorgungen in Begleitung anderer vornehmen,
• Wohnungsschlüssel nicht in der Handtasche aufbewahren, sondern im Mantel oder in der Hosentasche,
• keine hohen Geldbeträge bei sich haben,
• die Handtasche zur Häuserseite gewendet tragen, Verschluss innen, an der Körperseite.

Typische Verstecke kennen auch Diebe
Senioren halten meist an einem regelmäßigen Tagesablauf fest. Einbrecher, Einschleichdiebe und Betrüger an der Haustür können sich darauf verlassen. Auch auf die typischen Verstecke älterer Menschen. Die Langfinger finden den Sparstrumpf fast immer im Wäscheschrank unter den Nachthemden. Sie wissen auch, dass niemand zu Hause ist, wenn die Fußmatte hochgeklappt ist.
Tipp: Wertsachen im Badezimmer, WC oder Abstellraum verstecken – das sind die Räume, die Einbrecher selten durchstöbern.